Bericht 2026
Sommerdiskurs aus Wirtschaft, Recht und Kultur 2026:
Von 29. bis 31. Juli 2026 fand in Strobl am Wolfgangsee der 18. Sommerdiskurs der Sommerhochschule der Universität Wien statt. Unter dem Leitthema „Von der Überwindung der Unsicherheit – Managing Risks and Uncertainty“ widmete sich die Veranstaltungsreihe den vielfältigen Herausforderungen einer von geopolitischen, technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Unsicherheiten geprägten Gegenwart.
Eröffnet wurde der Sommerdiskurs von Martin Kocher, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank und Mitglied des EZB-Rats, mit seinem Vortrag „Uncertainty and its Role for Monetary Policy“. Darauf folgte Iris Zerlauth von der VERBUND AG mit einem Vortrag zu Europas Energie Politik.
Der zweite Tag des Sommerdiskurses 2026 fokussierte sich auf Europas politische und wirtschaftliche Gegenwart und Zukunft. Vortragende zu diesem Thema waren: Oliver Rathkolb, Professor am Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien, Sylvia Kritzinger, Professorin für Methoden der Sozialwissenschaften an der Universität Wien, Martina Spreitzer-Kropiunik, Präsidentin des Landesgerichts St. Pölten, Irene Faber, Hofrätin des Obersten Gerichtshof, Johann Pluy, Mitglied des Vorstands der ÖBB-Infrastruktur, Berthold Sandtner, Leiter des Instituts für Höhere Militärische Führung an der Landesverteidigungsakademie Wien, Andrea Amza-András, Geschäftsträgerin der Botschaft von Rumänien in Österreich, und Fridolin Wenny, Leiter des Büros für Digitale Agenden der Arbeiterkammer Wien. Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion moderiert von Kristin Hanusch-Linser, Herausgeberin SHEconomy Media. Der krönende Abschluss des Tages war das Kammerkonzert des Quartetts mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker: Daniel Froschauer (Violine), Raimund Lissy (Violine), Michael Strasser (Viola) und Michael Bladerer (Kontrabass). Diese wurden durch einen atemberaubenden Gesang der Sopranistin Lydia Rathkolb komplementiert.
Der letzte Tag des Sommerdiskurses 2026 wurde von Nikolaus Forgo, Vorstand des Instituts für Innovation und Digitalisierung im Recht an der Universität Wien, veranstaltet und behandelte die Chancen und Risiken von KI in der Rechtsdurchsetzung. Diesem Thema widmeten sich: Horst Bischof, Rektor der Technischen Universität Graz, Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer für den Fachbereich Telekommunikation und Post RTR, Marcus Helfrich, Professor für Wirtschaftsrecht an der FOM-Hochschule, Paul Marouschek, stellvertretender Direktor des Bundeskriminalamtes Wien, Alexandra Salnikow, Universitätsassistentin am Institut für Zivilrecht, und Adriana Winkelmeier, Universitätsassistentin am Institut für Innovation und Digitalisierung. Der Sommerdiskurs wurde abgerundet durch eine Kunstpräsentation von Paul Frey, Geschäftsführer des KHM-Museumsverbands, und Daniel Uchtmann, Kunsthistoriker des KHM, mit dem Titel „Managing Salvation – Strategien der Jenseitsvorsorge im Allheiligenaltar Albrecht Dürers“.
Neben den Vorträgen bot das Programm ausreichend Gelegenheit zum persönlichen Austausch zwischen den Teilnehmer*innen und den Vortragenden.
Der Sommerdiskurs 2026 knüpfte damit an die erfolgreiche Tradition der Veranstaltungsreihe an und unterstrich einmal mehr die Rolle der Sommerhochschule der Universität Wien als Ort des wissenschaftlichen Dialogs und der gesellschaftlichen Debatte. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit zeigte die Veranstaltung, wie wichtig der Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit ist, um gemeinsame Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.
Die Sommerhochschule bedankt sich bei allen Vortragenden und Teilnehmer*innen für einen weiteren gelungenen Sommerdiskurs und freut sich auf zukünftige Veranstaltungen.

Martin Kocher als Eröffnungsredner

Podiumsdiskussion mit Johann Pluy, Berthold Sandtner, Kristin Hanusch-Linser, Andrea Amza-Andras und Fridolin Wenny

Studenten beim Workshop

Klaus Steinmaurer beim Vortrag

Kunst-Präsentation des KHM mit Paul Frey und Daniel Uchtmann
